Geschichte

In ihrer Art einzigartig, wurde die Segelyacht „Lady Victoria“ 1978 auf ihren ursprünglichen Namen „Kuan Lady Victoria“ getauft und stach im Dezember des gleichen Jahres zum ersten Mal in See. Lady Victoria ist ein so genannter „One off Singapore Clipper“ mit einem Rumpf aus Irokoholz und einem Aufbau aus Teakholz. Sie war die erste in Singapur gebaute Holzsegelyacht mit Aluminiummasten. Dank der robusten Materialien und Rumpfkonstruktion ist sie zum Befahren großer Ozeane unter den verschiedensten Umständen ideal geeignet.

In ihren frühen Jahren kam die „Kuan Lady Victoria“ ausschließlich für lange Ozeanreisen zum Einsatz. Während dieser Zeit wurde die Yacht von Singapur nach Kanada gesegelt, hat dreimal den Atlantischen Ozean überquert, die Karibik durchsegelt und ist in mehreren Häfen Südamerikas, darunter Kolumbien, vor Anker gegangen.

Als die „Kuan Lady Victoria“ 1995 in Sint Maarten lag, schlug das Schicksal in Form des Hurrikans Luis zu. Der Orkan Luis, mit einem 90 km großen Auge und Windgeschwindigkeiten bis 215 km/h war einer der tödlichsten und verwüstungsstärksten Orkane der Atlantischen Hurrikan-Saison 1995. Er zerstörte 60 Prozent der Wohnungen auf Sint Maarten. Die „Kuan Lady Victoria“ war eines der wenigen Schiffe, das den Hurrikan Luis überlebte, nachdem der Orkan Luis sie buchstäblich aus dem Wasser gehoben und gegen den Kai geschleudert hatte.

Während seines Urlaubs in Sint Maarten traf John Fennell ein Hollander und Liebhaber klassichen Schiffe die „Kuan Lady Victoria“ in havariertem Zustand an und war dem Charme der Segelyacht augenblicklich verfallen. Mit seinen eigenen Händen brachte er die „Kuan Lady Victoria“ wieder zu Ehren. Die Lady Victoria n segelte in 46 Tagen zu den Azoren und von dort weiter zum heutigen Heimathafen Enkhuizen. Inzwischen ist Kuan Yin Lady Victoria aus dem Stadtbild des Hafens in Enkhuizen nicht mehr wegzudenken.

Von ihrem Heimathafen aus kam „Lady Victoria“ in den letzten Jahren nicht nur für Tagestouren auf dem IJsselmeer, sondern auch für Überfahrten nach England, Touren nach Norwegen und zum Finnischen Meerbusen zum Einsatz.